In der Gemeindevertretersitzung am vergangenen Montag stand u.a. der Bürgermeisterantrag zur Verlängerung der beliebten Halbtagesbetreuung bis 14:30 Uhr incl. Mittagessen um eine halbe Stunde auf 15:00 Uhr zur Debatte und Abstimmung an. Sowohl Eltern, als auch die Kita-Leitungen, befürworten die Verlängerung. Ein verlängertes Zeitfenster gibt den Einrichtungen mehr Spielraum nach der Abhol-, Mittagessen-, und Schlafphase zwischen 12 und 14 Uhr. Die Gebühren würden dafür geringfügig für die Betreuung unter 3 Jahren um 16,- EUR und über 3 Jahren um 12,- EUR pro Monat steigen.
Aus Sicht der FÖBH und FWG ist es absolut sinnvoll, sich an wechselte Bedarfe in der Kinderbetreuung anzupassen. Daher haben beide Wählerlisten den Antrag unterstützt und hätten ihn gerne letzten Montag beschlossen.

Aber aus einer Zeitverlängerungen wird zunächst nichts. Die neue Koalition aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD haben mit ihrer Mehrheit den Beschluss verhindert. Stattdessen haben Sie ihn in den Ausschuss für Jugend und Soziales verwiesen. Dort möchten sie zunächst eine ziellose Generaldebatten über die Kinderbetreuung in der Gemeinde führen, um dann nach viel vertaner Zeit, möglicherweise doch den Beschluss zu fassen. Unnötigerweise wird die Verwaltung und der Ausschuss beschäftigt, obwohl bereits eine konkrete Lösung vorliegt. Eltern, Kinder und Kitas müssen sich wohl oder übel noch eine Weile gedulden.

Natürlich sollen Gemeindevertretern auch Generaldebatten über Themen führen, um daraus z.B. zukünftige strategische Stoßrichtungen für die Gemeinde zu entwickeln. Diese jetzt an dieser Stelle führen zu wollen, wo ein konkreter guter Lösungsvorschlag vom Rathaus vorliegt, ist unangebracht und nicht zielführend.

Statt agil auf Bedarfsänderungen in Kitas zu reagieren, scheuen CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD schon jetzt notwendige Entscheidungen zu treffen. Anstelle den Fokus auf das Wesentliche zu legen, verlieren sie sich schon zu Beginn der Legislaturperiode im Klein-Klein.

Kita-Gruppenraum

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