Dabei Die Gießener Allgemeine Zeitung  informiert im  Bericht „Schwimmer warten auf SWIM“ über den Stand der Anmeldung für die Aufnahme in das Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm des Landes Hessen (SWIM).
Gelingt das, ist das ein beachtlicher Teilerfolg für das Großprojekt Hallenbadneubau in Hüttenberg. Bedeutet aber auch, die Arbeiten für das Rathaus und die Gremien fangen erst richtig an, und wird sie das ganze Jahr hindurch beschäftigen. Auch wird es dann erste größere Ausgaben für Planungsleistungen geben. Orientiert man sich am Verlauf der Förderrunde im letzten Jahr, dann werden die positiven Zuwendungsbescheide etwa Mitte November / Mitte Dezember übergeben. 
Gehofft wird auf die maximal mögliche Förderung von 1 Mio. Euro. Das sind 1/10 der geschätzten Investitionskosten von rund 10 Mio. Euro für das neue Hallenbad.

500.000 EUR sind sicher, auch ohne SWIM

Bisher sicher ist nur der Zuschuss des Trägervereins von rund 500.000 EUR .
Sicher gerechnet hatte man mit KfW-Zuschüsse in Höhe von 500.000 EUR mit der Bundesförderung effizienter Gebäude (BEG). Die BEG-Förderungen sind aber mit sofortiger Wirkung vom Grünen Bundeswirtschaftsminister Habeck gestoppt worden. Ob zukünftig ein ähnlicher Programm wieder für Neubauten kommt und zu welchen Konditionen, ist unklar.
Ebenfalls unsicher sind die Zuwendungen von 300.000,- EUR aus der Hessenkasse, da die Auszahlung an eine wesentliche Bedingung geknüpft ist: Der Neubau muss bis Ende 2024 fertig sein. Unsere Meinung nach ist das zeitlich nicht zu schaffen.
Ein Bundesförderprogramm für Schwimmbäder gibt es aktuell nicht. Ob die neue Bundesregierung wieder eins auflegt, ist nicht bekannt.

Finanzierungslücke von rund 8,5 Millionen

Aktuell verbleibt damit eine Finanzierungslücke von rund 8,5 Mio. EUR der geschätzten Investitionskosten. Dabei berücksichtigt ist die SWIM-Förderung und der Zuschuss vom Trägerverein.
Wie soll die Lücke noch geschlossen werden? Wir sind gespannt, ob darauf in 2022 und 2023 Antworten gefunden werden. Letztlich könnte sie aus Erhöhungen der Grund- und Gewerbesteuer finanziert werden. So beschlossen wurde es in der Gemeindevertretung mit den Stimmen von CDU, FÖBH, Grüne und SPD im Grundsatzbeschluss von 2019. Die wahlberechtigten Bürger*innen haben dem im Bürgerentscheid mehrheitlich zugestimmt.